Kommentare der ProponentInnen

Hofrat Dr. Fritz Bouvier, Landeskonservator i.R.:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil Graz auf dem Wege ist, sein charakteristisches  Stadtbild und damit seine Identität Schritt für Schritt zu verlieren.

Die maßstabslosen Aufstockungen,  die ständig zunehmende Bebauung von Grünflächen und Villengärten aufgrund überzogener Baudichte im Flächenwidmungsplan zerstören das Bild unserer Stadt und den Lebensraum kommender Generationen. 

 

Günter Eisenhut, remixx Galerie:

Ich bin für ein unverwechselbares Graz, weil der Blick für das Ganze durch Klientelpolitik getrübt ist

 

Riki  Erwa-Winter, Kuratorin des Kinder- und Jugendbuchfestivals bookolino:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil die Falten, Ecken und Kanten einer Stadt von einer jahrhundertelangen Geschichte zeugen!

 

Dr. in Heidelinde Fell, Kunsthistorikerin:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil ich nicht möchte, dass die Stadt durch unsensibel eingefügte Neubauten immer mehr ihr Gesicht und ihre Geschichte verliert.

 

DI Klaus Gartler,  Architekt und ehem. Stadtrat:

Ich unterstütze diese Initiative, weil ein öffentlicher Diskurs um Identität und Differenz, um naturräumliche und städtebauliche Qualität zu einer solidarischen Stadtentwicklung beitragen wird

 

Dr. Peter Gasser-Steiner, Univ. Prof.i.R.:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil es gilt, die Bewohnbarkeit der Städte zurückzuerobern und die Stadtarchitektur nicht nur als Kulisse für Inszenierungen zu missbrauchen. Dazu bedarf es neben stadtökologisch guter Wohnbedingungen auch einer ästhetischen „Eigenlogik“, die in Graz erst einmal zum Thema gemacht werden muss.

 

Prof. Mag. Ernst-Christian Gerhold, evang. Superintendent i.R.:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil ich es unerträglich finde, dass viele neue Bauwerke einen architektonischen Stil aufweisen, der der Umgebung nicht entspricht. Außerdem wird der Erhalt von schützenswertem Baubestand von den Behörden nicht genug gepflegt.

 

Dr. Heiner Hierzegger, Architekt Univ.Prof.i.R.:

Ich unterstütze die Initiative unverwechselbares Graz da ungesteuertes Wachstum zu Missbildungen und Zerstörung führt. Dazu noch ein Satz von Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Wer will, dass alles bleibt, muss alles ändern.


DI Wolfgang Kapfhammer, Architekt:

Die bauliche Verdichtung der Stadt Graz muss einem städtebaulichen Gesamtkonzept untergeordnet werden, damit der Organismus  bestehender Stadtregionen nicht von spekulativen Geschwüren  zerfressen wird. Für die Stadtpolitik sollte dieser Gestaltungswille oberstes Prinzip für eine Baugesinnung sein.

 

Eva Klepp-Afritsch, freischaffende Künstlerin und Aktivbürgerin:

Ich bin für ein unverwechselbares Graz, weil ich meine Geburtsstadt liebe und ich möchte nicht, dass sie ihren Charakter verliert und austauschbar wird!
Viele alte, wunderschöne Gebäude wurden abgerissen oder sind verfallen. Die neuen Gebäude sollten im Einklang mit dem historischen Stadtbild gebaut werden!
Sie sollen eine lebenswerte Umwelt für Kinder und Familien, alte und junge Menschen sein!

 

Dr.in Helga Konrad, ehem. Frauenministerin:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil es verstärkt auch wieder möglich sein soll, Kunst-Raum dort zu schaffen, wo die beständige Wiederkehr des Gleichen den Blick auf die Essenz jener Vorgänge gewöhnlich verstellt, die unseren Lebens-Raum bestimmen.

 

Dr. Karl-Albrecht Kubinzky, Lokalhistoriker Univ.-Prof.i.R.:

Damit die gewünschte Wohn- und Lebenszufriedenheit entsteht, ist auch Qualität und Erkennbarkeit der Architektur notwendig. Wir wollen auf „unser Graz“ stolz sein. Viel der gegenwärtigen Baugestaltung und ihrer möglichen Zukunft behindert dies.

 

Lothar Lässer, Musiker:

Ich bin für ein unverwechselbares Graz, weil wir nicht nur „City of Design“ sind. Graz ist mehr. Graz hat noch Platz für Menschen, es gibt noch genügend Grünflächen und Plätze für Menschen. STEK neu geht in eine falsche Richtung. Die vorhandenen Ressourcen müssen sensibler genutzt werden, Grünraum muss gesichert bleiben.  Die Bebauungsdichten müssen neu überdacht werden, sodass die Stadt lebenswert für alle bleibt.

 

Dipl.Dolm. Peter Laukhardt, Soko Altstadt:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil ich froh bin, dass sich so viele Persönlichkeiten für das Bauerbe von Graz einsetzen

 

DI Eva Mohringer, Mitarbeiterin des Bundesdenkmalamtes i.R.:

ich unterstütze die initiative für ein unverwechselbares graz, weil ich hoffe, dass die für die gestaltung zuständigen personen und institutionen wie politiker, ämter, usw. dadurch unterstützt werden, ihre anstrengungen zu verstärken, sich nicht nur der wirtschaft und dem konsum zu unterwerfen, sondern zu überlegen, was notwendig ist, damit man eine stadt BEWOHNEN kann und zu überlegen, was notwendig ist, um eine stadt für bewohner und gäste attraktiv und lebendig zu machen.

 

Doris Pollet-Kammerlander, Soziologin und ehem. NRAbg:

Ein unverwechselbares Graz ist mir wichtig, weil der Vielfalt in Kultur, im Gebauten und im täglichen Leben der Menschen Frei-Raum gegeben werden muss, und nicht Einzelinteressen geopfert werden soll.

 

DI Heinz Rosmann, ehem. Stadtplaner:

Ein unverwechselbares Graz ist mir wichtig, weil viele gebaute und geplante Projekte eine Haltung erkennen lassen, die offenbar den singulär erzielbaren Profit im Vordergrund haben, Werte der Umgebung und Bedürfnisse der Bewohnerschaft kaum Beachtung finden und sich die politisch Verantwortlichen diesen wichtigen Fragen nicht im ausreichenden Maß in der Öffentlichkeit stellen.

 

Karin Steffen, Bürgerinitiative Ruckerlberg:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil Graz einmalig ist. Einmalig ist Graz durch die harmonische Kontinuität unterschiedlicher Baustile – das darf von einer maßlosen „Moderne“ nicht zerstört werden.

 

Mag. Christian Stenner, Öffentlichkeitsarbeiter und Pädagoge:

Ich unterstütze die Initiative für ein unverwechselbares Graz, weil eine Stadt, die ihre Geschichte zerstört, sich ihre Zukunft verbaut

 

Dipl. Rest. Erika Thümmel, FH Joanneum:

weil die lebensqualität vieler bürgerInnen mehr zählen sollte, als das gewinninteresse einiger investoren.
weil ein schönes umfeld wohlbefinden schafft.